Feels like home, 2016

Wolle, die sich um Äste windet, ein textiles Netzwerk zwischen Zweigen, Stielen, Stämmen bildend Weiss und rot schlingen sich Wollfäden, verknoten die Zweige und schaffen ein Geflecht aus organischen Strukturen. Die behangenen Pflanzen sind hell erleuchtet, hinter ihnen taucht nächtliches Schwarz das Bild in dunklen Samt. Ein phantastisches Szenario, das einer Traumwelt zu entstammen scheint.

Meine kurzfristigen örtlichen Installationen aus Wolle sind als Antithese zur digitaler und virtueller werdenden Welt zu verstehen. Über sie reflektiere ich die Beziehung zwischen mir selbst und der Landschaft, indem ich ein unmittelbares Eingebundensein in eine natürliche Umgebung erfahre. Die nächtliche Kulisse verstärkt die existenzielle Erfahrung als Mensch in eine mehrdeutige Umwelt geboren zu sein und betont die Aufgabe, dass wir uns als Individuen, um wir selbst zu werden, darin ein wie auch immer geartetes Zuhause schaffen müssen.

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"Ich wußte gar nicht wie stärkend es ist, ein Portraitfoto von sich zu haben, auf dem man sich so richtig gut gefällt!"

Johanna Weisshuhn, Kunsttherapeutin und Anthropologin

Maria Noisternig

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