Waldwolle (Arbeitstitel), 2016

Wolle, die sich um Äste windet, ein textiles Netzwerk zwischen Zweigen, Stielen, Stämmen bildend. Was man erkennt: dürre Zweiglein, gebrochene Äste, dann wieder grünes Blattwerk, eine Versammlung von Nadelbäumen. Weiss und rot schlingen sich Wollfäden, verknoten die Zweige und schaffen ein Geflecht aus organischen Strukturen. Die behangenen Pflanzen sind hell erleuchtet, hinter ihnen taucht nächtliches Schwarz das Bild in dunklen Samt. Ein phantastisches Szenario, das einer Traumwelt zu entstammen scheint.

Meine kurzfristigen örtlichen Installationen aus Wolle sind als Antithese zur digitaler und virtueller werdenden Welt zu verstehen. Über sie reflektiere ich die Beziehung zwischen Mensch und Landschaft, indem ich ein unmittelbares Eingebundensein in eine natürliche Umgebung erfahre. Die nächtliche Kulisse verstärkt die existenzielle Erfahrung als Mensch in eine mehrdeutige Umwelt geboren zu sein und betont die Aufgabe, dass wir uns als Individuen, um wir selbst zu werden, darin ein wie auch immer geartetes Zuhause schaffen müssen.

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"Maria Noisternig setzte sich intensiv mit unseren Anforderungen auseinander und entwickelte kreative, individuelle Lösungen. Das Wohlbefinden der von ihr fotografierten Personen steht bei ihr im Vordergrund, das ist auf den Bilden dann auch sichtbar."

Sibylle Exner-Rauth, Grafikdesignerin

Maria Noisternig

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